Bücherschau

Kehlmann, Daniel - Tyll

Gelesen von Ulrich Noethen

Der Vagant und Schausteller, Entertainer und Provokateur Tyll Ulenspiegel wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts in einem Dorf geboren, in dem sein Vater, ein Müller, als Magier und Welterforscher schon bald mit der Kirche in Konflikt gerät. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf ihren Wegen durch das vom Dreißigjährigen Krieg verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: Gelehrten, Ärzten, Henkern und Jongleuren und einem exilierten Königspaar. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschließt, niemals zu sterben.
Daniel Kehlmann hat die Geschichte des „Tyll“ Eulenspiegel neu geschrieben: Einen großen  Roman über den Dreißigjährigen Krieg, detailkundig, sprachmächtig und kunstfertig. Mit einem grandiosen Clown in einer wahrlich düsterer Zeit.
Ulrich Noethen liest mit seiner gewohnten sonoren Stimme diese grandiosen Schilderungen mit Bravour, sodass man nicht nicht eher aufhören kann zuzuhören, bis die Lesung zu Ende ist. Ein großes Hörerlebnis.
Franz Greger

Kehlmann, Daniel - Tyll
Gelesen von Ulrich Noethen. Frankfurt: Argon 2017. € 30,80
ISBN 978-3-8398-1604-2

 

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