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Bücherschau

Elle

Film ohne Rücksicht auf moralische Tabus

Als Gewaltfilm wurde der Film angekündigt, als Film ohne Rücksicht auf moralische Tabus. Ganz so ist es nicht, auch wenn „Elle“ mit den erstickten Lauten einer Vergewaltigung beginnt. Die Angegriffene ist Michelle, gespielt von Isabelle Huppert, Geschäftsführerin eines erfolgreichen Computerspielstudios. Unnahbar führt sie mit der gleichen Präzision und Kalkül ihre Firma wie ihr Liebesleben. Als Michèle eines Tages in ihrem Haus von einem Unbekannten angegriffen und vergewaltigt wird, scheint sie das Vorgefallene zunächst kalt zu lassen. Doch ihr Leben ist über Nacht ein anderes geworden. Resolut spürt sie den Angreifer auf und verstrickt sich mit ihm in ein gefährliches Spiel aus Neugier, Anziehung und Rache.
Mehr als ein Thriller ist „Elle“ eine boshafte Gesellschaftskomödie, die um eine wahr gewordene Vergewaltigungsfantasie herum gedeiht und blüht.
Isabelle Huppert spielt herausragend in diesem Film; am besten ist sie, wenn in einem Gedanken an eine vorherige Situation ein winziges Lächeln in ihrem Mundwinkel sitzt, das sie schnell wieder wegwischt.

Simon Berger

Elle
Regie: Paul Verhoeven. Mit Isabelle Huppert, Laurent Lafitte, Anne Consigny. Alive, MFA+ 2017. 121 Min. € 17,10
EAN 4260456580327


 

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