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Bücherschau

Die Blumen von gestern

Übereinander stolperndes Noch-Nicht-Liebespaar

Der Holocaust-Forscher Toto gerät an die französische Assistentin Zazie, eine Jüdin mit einer großen Abneigung gegen Deutsche. In ihrer nicht gerade einfachen Art stellt sie Totos berufliches und privates Leben so lange auf den Kopf, bis nichts mehr davon übrig bleibt – außer Schrecken und Schönheit einer unmöglichen Liebesgeschichte. Es ist eine charmante Geschichte, sehr melancholisch und sehr komisch. Die Dialoge sind von fast von Woody Allen‘scher Brillanz und Schnelligkeit. Gerade die verbalen Entgleisungen des übereinander stolpernden Noch-Nicht-Liebespaares bringen die Dinge oftmals auf den Punkt. Dann wieder schafft der Film Raum, in dem die Figuren in ihrer unbeholfenen Verletzlichkeit zutiefst berühren. Lars Eidinger arbeitet sich tief in die Neurosen seiner Figur ein, ohne sie zur Karikatur verkommen zu lassen. Ihm gegenüber Adèle Haenel, die Zazies unberechenbar Stimmungen genial darstellt.  Man folgt den beiden sehr gern.
Christine Hoffer

Die Blumen von gestern
Regie: Chris Kraus. Mit Lars Eidinger, Adele Haenel, Hannah Herzsprung, Jan Josef Liefer.Wien: Falter 2017. 120 Min. € 14,99
ISBN 978-3-85439-969-8

 

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