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Bücherschau

Bauer unser

Ungeschönte Blicke auf die gegenwärtige Situation der Bauern in Österreich

1970 ernährte ein Bauer in Österreich 12 Menschen. 2016 kommen auf jeden Landwirten 80 Menschen. Tausende Bauern haben aufgegeben oder wirtschaften heute im Nebenerwerb. Selbstbestimmte Bauern sind selten geworden. Ein einst stolzer Stand steckt in einem System aus Zwängen, Abhängigkeiten und Propaganda, dem leider auch die EU-Politik zuarbeitet.
Und 40 Prozent der derzeit weltweit in der Landwirtschaft produzierten Kalorien werden verschwendet oder gehen irgendwo auf dem Weg zwischen Produzenten und Konsumenten verloren. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ließen sich heute weltweit 12 Milliarden Menschen ernähren, lediglich durch eine nachhaltigere Verteilung und Nutzung der Nahrungsmittel.
Dieser Dokumentarfilm von Robert Schabus zeigt wie es auf Österreichs Bauernhöfen zugeht. Doch so unterschiedlich die Bauern, vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur, auch sind: Es läuft etwas falsch. Der Film zeigt wie die Wirtschaftspolitik und die Gesellschaft immer öfter vor den Konzernen und der Industrie kapitulieren. Es sind großteils betroffen machende Bilder, bedrückende Zustände, die hier geschildert werden.
Es sind ungeschönte Blicke auf die gegenwärtige Situation der Bauern in Österreich und untersucht werden dabei die Auswirkungen der Anforderungen der heutigen Konsumgesellschaft, immer mehr von den Landwirten zu verlangen. Billig und mehr soll produziert werden und wer nicht mitspielt, wird aus dem Geschäft gedrängt.
Bernhard Preiser

Bauer unser

Billige Nahrung teuer erkauft. Regie: Robert Schabus. Wien: Falter 2017. 89 min. € 14,99
EAN 9783854399674

 

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