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Bücherschau

Licht

Geschichte einer Emanzipation

Die blinde Pianistin Maria Theresia Paradis galt im Wien des späten 18. Jahrhunderts als Sensation. Ebenso berühmt wie auch umstritten war der Wunderheiler Franz Anton Mesmer, dem das Wunderkind anvertraut wird. Der Aufenthalt in dessen freigeistigem Haus wird die junge Pianistin in künstlerischer wie emotionaler Hinsicht an ihre Grenzen heranführen.
Mittels seines „magnetischen Fluidums“ konnte er die 18-Jährige für einige Wochen kurieren. Schreitherapie und magnetische Kur scheinen zu wirken, doch die mutmaßliche Wiederherstellung von Resis Sehkraft geht zulasten ihrer musikalischen Fertigkeiten. All das kulminiert schließlich in einem Eklat zwischen dem Teenager, seinen Eltern und Mesmer, bevor sie neuerlich das Augenlicht verlor.
Barbara Albert erzählt diese Geschichte einer Emanzipation vor dem Hintergrund der verknöcherten Wiener Gesellschaft der Rokokozeit des späten 18. Jahrhunderts. Sie konzentriert sich ganz auf die dreimonatige Episode in der Kuranstalt. Ein beeindruckender Film, bei dem neben der berührenden Geschichte vor allem die Sorgfalt und Akribie im Bemühen um historische Authentizität begeistert.
Christine Hoffer

Licht
Regie: Barbara Albert. Darsteller: Maria Dragus, Devid Striesow, Lukas Miko, Katja Kolm, Maresi Riegner, Stefanie Reinsperger, Susanne Wuest, Christoph Luser, Johanna Orsini-Rosenberg. Wien: Falter 2018. 97 min. € 14,99
EAN 9783854399803

 

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