Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Bücherschau

Marchand, Yan - Diogenes oder der Mensch als Hund

Androsthenes trifft den störrischen Bettler Diogenes

Auf Aigina, einer kleinen Insel in Griechenland, lebte einst Androsthenes, jüngster Sohn eines reichen Bürgers namens Onesikritos. Dieser wird nach Abschluss seiner Ausbildung von seinem Vater nach Athen geschickt, um beim größten aller Philosophen – Platon – in die Schule zu gehen. Onesikritos verspricht seinem Sohn prachtvolle Tempel, Skulpturen so schön wie nirgendwo und den Erwerb von Findigkeit und Weisheit – Androsthenes wiederum freut sich auf Athen wegen der vielen Vergnügungen, die der Stadt nachgesagt werden.
In Athen angekommen macht Androsthenes bald die Bekanntschaft eines Bettlers – schmutzig, struppig und ein rechter Störenfried. Zuerst begegnet er ihm, als sich der Bettler erdreistet, die Unterrichtsstunde des Platon zu stören, dann später auf dem Marktplatz als er die Rede des berühmten Anaximenes unterbricht. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Bettler um Diogenes handelt, der mit seinem störrischen Verhalten die gesamte Bevölkerung Athens provoziert.
Sein nächstes Opfer ist der bekannte Redner Demosthenes, der in einer Kneipe ein Glas Wein trinken möchte – in Diogenes‘ Augen ein unnötiges Vergnügen, das vielen Leuten Leid bereitet, die an der Erzeugung des Weines beteiligt sind. Seiner Meinung nach ist nur Wasser zu trinken das Wahre – man kann es unabhängig von jemand anderen und jederzeit aus seinen Händen trinken.
Das muss auch Androsthenes erkennen, der den Disput in der Kneipe mitverfolgt hat, und an den der Bettler sich nun wendet. Es ist das erklärte Ziel des Diogenes, so zu werden und zu leben wie ein Hund – frei, leidenschaftlich, zäh, und Androsthenes lässt sich mit ihm auf dieses gewagte Experiment ein ...
Sabine Diamant

Marchand, Yan - Diogenes oder der Mensch als Hund
Illustriert von Vincent Sorel. Diaphanes 2014. 64 S. - fest geb. : € 15,40 (JE)
ISBN 978-3-03734-686-0


 

Artikel weiterempfehlen

© ÖGB-Verlag | Mit freundlicher Unterstützung vom Bundeskanzleramt Österreich / Kultur