Bücherschau

Kutscher, Volker - Olympia

Der achte Rath-Roman
Der achte Roman um den Ermittler Gereon Rath ist wohl ein sehr düsteres und erschütterndes Buch, kämpft doch Rath gegen die perfekte Fassade des NS-Regimes an, mit der die SS die Olympischen Spiele des Sommers 1936 in Berlin durchziehen will. Auch die Hitlerjugend, bei der auch Raths Ziehsohn Fritze Mitglied ist, wirkt aktiv an der Inszenierung der Olympischen Spiele mit. 
Ein Todesfall im Olympischen Dorf könnte der Auftakt zu einer kommunistischen Sabotageaktion sein. Junge Burschen werden festgenommen, weil man ihnen kommunistische Beziehungen vorwirft, und werden grauenhaft gefoltert, bevor sie in Konzentrationslagern weggesperrt werden. Gereon Rath steht ziemlich alleine da. Seine Ehefrau Charlie hat unter Protest die gemeinsame Wohnung verlassen, da Rath als Gastgeber amerikanische Olympiatouristen beherbergt hat. Während Gereon Rath ermittelt, geschieht ein zweiter Mord. 
Da ihm die Ermittlungen immer mehr aus der Hand gleiten und er allein dasteht, wählt er die Flucht. Mit dem Zeppelin Hindenberg fliegt er Richtung Westen. Kurz vor der Landung auf dem Flugplatz Lakehurst bei New York stürzt die Hindenburg brennend ab. 35 Menschen finden dabei den Tod. Mit dieser Katastrophe endet der achte Band der Gereon Rath-Romane. 
Bedeutet dies das Ende der tollen Serie von Volker Kutscher? Oder kehrt Gereon Rath nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach Berlin zurück? 
Peter Lauda
 
Kutscher, Volker - Olympia
Der achte Rath-Roman. München: Piper 2020. 537 S. - fest geb. : € 24,70 (DR)
ISBN 978-3-492-07059-1
 

 

 

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