Bücherschau

Macmillan, Gilly - Die Nanny

Ein Thriller aus englischer Hand
„Alles scheint irgendwie Risse zu bekommen.“ Als ein menschlicher Schädel im Teich des Anwesens gefunden wird, weiß Virginia Holt, dass die Vergangenheit und die damit verbundenen Geheimnisse nur knapp davor sind, an die Oberfläche zu kommen. Eben erst ist ihre Tochter Jocelyn mit Victorias Enkelin aus Kalifornien zurück auf den Familiensitz gekommen. Feindseligkeit und Misstrauen bestimmen das Klima zwischen Mutter und Tochter, was auch der jüngsten Generation in Form von Jocelyns Tochter Ruby nicht verborgen bleibt. Virginia und Jocelyn verbindet scheinbar nur der Schmerz über den Verlust ihrer Ehemänner. 
Doch nach und nach wird aus den unterschiedlichen Erzählperspektiven deutlich, dass das Familiengeheimnis in Zusammenhang mit Jocelyns ehemaliger Nanny Hannah steht, die eines Tages verschwunden ist. Doch kaum haben sich Jocelyn und Ruby in ihrem neuen Leben in der alten Heimat eingefunden und etwas eingelebt, taucht Hannah, die ehemalige Nanny, auf und beginnt Jocelyn wieder für sich einzunehmen ... 
Über Rückblenden und die Ermittlungsfortschritte der örtlichen Polizei wird nach und nach ein Netz aus Verstrickungen sichtbar, das von Neid, Missgunst, Mutterschaft, Liebe und Trauer erzählt. Gut und eingängig geschrieben ist dieser Thriller aus englischer Hand. 
Julie August
 
Macmillan, Gilly - Die Nanny
Roman. München: Blanvalet 2020. 444 S. - br. : € 13,40 (DR)
ISBN 978-3-7645-0717-6

 

 

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