Bücherschau

Grangé, Jean-Christophe - Die Wahrheit des Blutes

Der neueste Roman von Frankreichs Thriller-Autor Nr. 1

Der neueste Roman von Frankreichs Thriller-Autor Nr. 1 trieft wieder von Blut und Grausamkeit. Ein Serienkiller, von der Polizei als „Geburtshelfer“ tituliert, massakriert schwangere Frauen und deren ungeborene Kinder.
Als Olivier Passan von der Pariser Mordkommission den Serienmörder bei seiner letzten Gewalttat beinahe stellt, verliert dieser auf der Flucht Gegenstände, die ihn der Tat überführen könnten.
Als schließlich der Täter, von Kommissar Passan in die Enge getrieben, sich selbst richtet, scheint der Roman zu Ende zu sein, obwohl dem Leser noch etwa 200 spannende Seiten bevorstehen.
Der Horror betrifft nun Kommissar Passans Familie. Seine Frau Naoko verschwindet eines Tages spurlos. Er wird mit ihrem Scheidungsbegehren konfrontiert. Den Kindern wird heimlich während der Nach Blut abgenommen, und als sich der Kommissar unter die morgendliche Dusche stellen will, trifft ihn ein Schwall Blut aus der Brausedüse!
Der neue Roman von Jean-Christophe Grange ist ebenso spannend wie seine zahlreichen vergangenen Bestseller, dennoch stört diese Zweiteilung des Romans, wobei der Teil, der Passans Familie betrifft, sehr konstruiert wirkt. Die Lösung des Familiengeheimnisses ist eher unglaubwürdig.
Das rasante Ende führt diesmal in das Land der aufgehenden Sonne: Japan!
Ein grausiger Roman von Jean-Christophe Grange, der jedoch nicht vollkommen zufrieden stellt!
Peter Lauda

Grangé, Jean-Christophe: Die Wahrheit des Blutes
Thriller. Köln: Lübbe 2013. 428 S. - fest geb. : € 20,60 (DR)
ISBN 978-3-431-03870-5
Aus dem Franz. von Ulrike Werner-Richter

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