Bücherschau

Foenkinos, David - Souvenirs

Ein junger Mann, der auf seiner Suche jede Menge Souvenirs findet

Die Geschichte unseres jungen Helden beginnt quasi mit dem Tod seines Großvaters. Der hatte den Krieg überlebt – war von Granatsplittern verwundet worden – und dann rafften Opa die Folgen eines „Ausrutschers“ dahin – auf einer Toilettenseife ...
Auch Großmutter macht ihm Sorgen – nach einem Sturz beschließt die Familie, sie in ein Altenheim zu geben ( aus dem sie sich übrigens durchaus auch einmal kurz entfernt).
Mama zieht es währenddessen nach Russland – sie wollte den „goldenen Ring“ abfahren und eine Klostertour machen. Und Papa geht dann mal in Rente.
Wie gut, dass unser Held den Job als Nachtportier hat – in einem kleinen, ruhigen Pariser Hotel. Dort kommt er – wir er selber sagt – zu den idiotischsten oder auch extrem geistreichen Unterhaltungen seines Lebens – mit all den Touristen die in allen möglichen Zuständen in das Hotel „heimkommen“. Aber eigentlich möchte er schreiben. Er ist unzufrieden mit seinen Aufzeichnungen, die er Nacht für Nacht niederschreibt und langsam verliert er die Hoffnung, je einen klaren Gedanken in Worte fassen zu können.
David Foenkinos erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der auf der Suche ist, und jede Menge Souvenirs findet – in Form von vielen Erinnerungen, seien es welche von Familie und Freunden oder auch von Berühmtheiten und Fremden.
Mit Wortwitz und einfühlsamer Erzählweise begleitet Foenkinos unseren jungen Helden ein Stück seines Weges und erlaubt den einen oder anderen unter uns, sich mit seinen Sehnsüchten zu identifizieren. Und auch in seinem neuesten Roman dürfen wir uns wieder an der einen oder anderen Fußnote erfreuen..
Sabine Diamant

Foenkinos, David - Souvenirs
Roman. München: Beck 2012. 333 S. - br. : € 18,50 (DR)
ISBN 978-3-406-63947-0

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