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Bücherei.at

Entwicklung eines Medienbestandskonzeptes für die Öffentliche Bibliothek Ottensheim unter Berücksichtigung von Marketingaspekten

Auszug aus der Projektarbeit von Maria Kaser, Bibliothek Ottensheim

Die Öffentliche Bibliothek Ottensheim wurde neu erbaut und am 22. Juni 2012 eröffnet. Der Medienbestand setzt sich aus den Büchern der ehemaligen Pfarr-und Schulbibliothek zusammen. Die Gemeinde Ottensheim ist Träger der Bibliothek. Ihr Ziel ist es, die Bibliothek in der breiten Bevölkerung als modernes Zentrum für Kultur, Information, Bildung, Leseförderung und als Ort der sozial-integrativen Begegnung zu etablieren. Die Bibliothek soll allgemein verstärkt wahrgenommen werden, neue Leser und Leserinnen sollen angesprochen werden. Der Medienbestand ist das Herzstück jeder Bibliothek. Zu Beginn setzt sich dieser zu zwei Drittel aus Kinder-und Jugendliteratur und zu einem Drittel aus Erwachsenenliteratur zusammen. Auf Basis eines Entwicklungskonzeptes werden Maßnahmen ergriffen, den Medienbestand für neue Benutzergruppen attraktiv zu machen. Die Gemeinde stellt dafür Mittel und Ressourcen zur Verfügung. Das Projekt geht der Frage nach, wie sich der Medienbestand der Bibliothek Ottensheim in einem Jahrentwickelt hat und welche Faktoren dabei maßgeblich beteiligt waren.


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Seit der Eröffnung der Öffentlichen Bibliothek Ottensheim bin ich deren Leiterin. Von Anfang an war mir klar, dass die wichtigste Ressource einer Bibliothek ihr Medienbestand ist. Es kommen nur Leute in die Bibliothek, wenn sie Bücher vorfinden, die sie auch lesen wollen, wenn das Angebot attraktiv und die Auswahl groß genug ist. Im Zeitalter von Internet, digitalen Medienwelten, E-Books, Fernsehen und Konsum sind die Möglichkeiten unendlich, sich zu unterhalten und zu beschäftigen. Keiner braucht notwendigerweise ein gedrucktes Buch dazu. Die Frage, warum Menschen trotzdem in die Bibliothek kommen sollen, statt einfach den Fernseher aufzudrehen oder ein Buch zu kaufen, beschäftigt mich daher schon von Beginn an. Damit verbunden sind Fragen zur Literatur, welche Funktion hat das Buch und das Lesen allgemein. Mit Literatur und Film werden Geschichten erzählt, hier bildet sich der gesamte Kosmos unseres Lebens ab. Die Beschäftigung mit diesen Medien bietet vieles, um das es in dieser Welt geht: Leidenschaft, Abenteuer, Mitgefühl, Wissen, sozialer und kultureller Austausch, Information und die Möglichkeit zum selbständigen Lernen. Bibliotheken sind Orte, die andere Erlebnisse ermöglichen als in unserer Konsumwelt gängig sind. Hier findet man Ruhe und Entspannung und kann die Leselust für sich entdecken.
Marketingaspekte spielen eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung eines Medienbestandes. Es ist wichtig zu wissen, wer sind unsere LeserInnen, was sind ihre Lesebedürfnisse und welches Potential an NutzerInnen gibt es in meinem Umfeld. Marketing bedeutet, den Kunden in den Mittelpunkt seiner Überlegungen zu stellen –sei es beim Bestandsaufbau, bei den Entlehnungen oder bei der Beratung. Kundenzufriedenheit und gute Servicequalität wird sich jedenfalls auszahlen und der Bibliothek ein gutes Image verleihen.


Zielsetzung
„Der Medienbestand der Öffentliche Bibliotheken soll eine Auswahl aus dem gesamten Literaturangebot bieten und – entsprechend dem Leitbild, dem Bildungsauftrag und der Nachfrage der LeserInnen dieser Bücherei – ein aktuelles, gepflegtes und benutzerfreundlich präsentiertes Informationsangebot für jedes Lesealter und alle sozialen Schichten bereitstellen.“ Der Medienbestand ist das Herzstück jeder Bibliothek. Die Vielfalt der Medien und die Prioritäten bei der Buchauswahl bestimmen letztendlich vom wem und wie intensiv die Bibliothek genutzt wird, wie beliebt die Bibliothek in der Öffentlichkeit ist und welches Image sie hat. Zu Beginn setzt sich der Medienbestand zu zwei Drittel aus Kinder-und Jugendliteratur und zu einem Drittel aus Erwachsenenliteratur zusammen. Dementsprechend bilden zwei Drittel der Benutzergruppen Kinder-und Jugendliche und zu einem Drittel Erwachsene. Das Projekt geht der Frage nach, wie sich der Medienbestand der Bibliothek Ottensheim in einem Jahrentwickelt hat und welche Faktoren dabei maßgeblich beteiligt waren. Eine Frage ist, in wie weit ein veränderter Medienbestand neue Zielgruppen für unsere Bibliothek erschließen kann.


Vorgangsweise
Diese Arbeit beschreibt vorerst die Öffentliche Bibliothek Ottensheim und in welchem Umfeld sie agiert. Es wird die Ausgangssituation des Medienbestandes geschildert und welche Überlegungen zum Entwicklungskonzept führten. Die Entwicklung des Medienbestandes wird einer genaueren Analyse unterzogen. Die Kennzahlen geben wertvolle Auskunft darüber, was sich in diesem Jahr verändert hat. Der Bestandsausbau wurde unter Überlegungen aus dem Marketing durchgeführt. Das Kapitel Marketing beschäftigt sich mit Auswahlkriterien, mit Lesefreude und damit, was die LeserInnen wollen, mit Zielgruppenanalyse und Potenzialanalyse. Das Kapitel Öffentlichkeitsarbeit umreißt, wie die Veränderung nach außen kommuniziert wurde. In der Schlussbetrachtung werden die sichtbaren Veränderungen nochmals reflektiert.


Die gesamte Projektarbeit von Mag.a Maria Kaser (Bibliotheksleiterin der Öffentlichen Bibliothek Ottensheim) kann unter http://www.projektarbeiten.bvoe.at/KaserMaria.pdf eingesehen werden.

 

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