Bücherschau

Beer, Alex - Der letzte Tod

Ein Fall für August Emmerich
Alex Beers neuer historisch fundierter Kriminalroman führt den Leser in das Jahr 1922. Die Inflation nimmt immer mehr zu und Lebenshaltungskosten steigen ins Unermessliche. Aber es gibt noch immer die Diskrepanz zwischen Reich und Bettelarm. Kriminalinspektor August Emmerich und sein tüchtiger Assistent Ferdinand Winter werden in den Wiener Hafen gerufen. 
Zwei Obdachlose, die in einer Lagerhalle vor den kalten Herbststürmen Unterschlupf gesucht und gefunden haben, machten dort einen grausigen Fund. In der Lagerhalle steht einsam und verlassen ein Tresor. Einer der Obdachlosen versucht ihn zu knacken. Nach einigen Fehlversuchen errät er die Tresorkombination durch Zufall und mit einem Klick springt die Tür auf. Doch was sie in dem Tresor finden, ist schrecklich. Im Tresor sitzt eine mumifizierte Leiche. 
Der gesuchte Mörder tötet immer nach dem gleichen Schema. Er sperrt das bewusstlose Opfer in einen Sarg oder in einen Kasten, wo dann das Opfer elendiglich erstickt. Die Spur führt die Donau entlang. So findet sich auch in Budapest ein solches Opfer. August Emmerich und sein Assistent geben sich alle Mühe, den Mörder aufzuspüren. Doch bald stehen sie selbst im Brennpunkt des Mörders, der sie in seinem alten Haus durch Gas und brennbare Chemikalien vernichten will. Gelingt der Anschlag oder können die beiden Ermittler entkommen? Der psychopathische Mörder hat sein Ziel noch nicht erreicht. 
Ein tolles Ermittlerduo und fulminante Milieuschilderungen machen den Krimi von Alex Beer zu einem wahren Highlight der Saison. Ein Lesegenuss par excellence!
Peter Lauda
 
Beer, Alex - Der letzte Tod
Ein Fall für August Emmerich. München: Limes 2021. 377 S. - fest geb. : € 20,60 (DR)
ISBN 978-3-8090-2749-2

 

 

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