Bücherschau

Beckett, Simon - Die Verlorenen

Thriller
Jonah Colley ist Mitglied einer bewaffneten Spezialeinheit der Londoner Polizei. Obwohl er von den Nachtdiensten übermüdet ist, lässt er es sich nicht nehmen, mit seinem vierjährigen Sohn Theo am nächsten Morgen auf den Spielplatz zu gehen. Theo tobt von Schaukel zu Ringelspiel, doch das metallische Kreischen des Ringelspiels lässt Jonah Colley einnicken. Nachdem er nach kurzer Schlafphase aufwacht, ist Theo verschwunden. Die Suche bleibt erfolglos, einzig seine rote Haube und ein Schuh bei einem kaputten Kanaldeckel weisen auf das Kind hin. Ist er durch das ungesicherte Kanalgitter gefallen und ertrunken? Der Verlust seines geliebten Sohnes lässt Jonahs Ehe zerbrechen. Auch die Freundschaft zu seinem besten Freund Gavin bricht ab. 
Zehn Jahre später bittet sein Freund Gavin ihn um Hilfe. Sie sollen sich bei einem alten, halb verfallenen Lagerhaus treffen. Doch Jonah findet nur dessen Leiche und drei weitere Tote in Plastikplanen verpackt. Wenig später wird auch Jonah brutal niedergeschlagen, den Abtransport der Toten bekommt er nicht mit. Er liegt mit Kabelbindern an Armen und Beinen gefesselt und mit gebrochenem Knie im Dreck des Lagerhauses, bis er gefunden wird. Nach dem Spitalaufenthalt will er mit Krücken den Fall aufklären und hofft immer noch auf ein Wiedersehen mit seinem Sohn. 
Ein einfacher Polizist, der Fehler macht, und dem die Welt seit dem Verschwinden seines Sohnes fremd geworden ist, soll der Held der neuen Romanreihe von Simon Beckett werden. „Die Verlorenen“ ist ein faszinierender, spannender Roman, den man von Kapitel zu Kapitel mit überaus großer Spannung liest. Ein fantastisches Buch, bei dem man auf einen positiven Schluss hofft. Wird dieser eintreffen? Der Roman ist ein Meisterwerk. 
Peter Lauda
 
Beckett, Simon - Die Verlorenen
Thriller. Hamburg: Rowohlt 2021. 411 S. - fest geb. : € 24,70 (DR)
ISBN 978-3-8052-0052-3

 

 

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