Bücherschau

Tarantino, Quentin - Es war einmal in Hollywood

Opulent, laut, bunt, schillernd mit brillanter Besetzung
Vor zwei Jahren hat Quentin Tarantino mit „Once upon a time in Hollywood“ seinen neunten Film herausgebracht. Dieser ist opulent, laut, bunt, schillernd mit brillanter Besetzung. Der Film handelt von Rick Dalton, einem verglühenden Stern am Westernhimmel, gespielt von Leonardo Di Caprio und seinem Stunt-Double und Freund Cliff Booth, der von Brad Pitt verkörpert wird. Bei Tarantinos Romandebüt handelt es sich laut Pressemitteilung des Verlages um „...eine frische, spielerische, aber auch schockierende Abkehr von der Filmfassung und belegt Tarantinos Status als einer der größten Geschichtenerzähler unserer Zeit.“ An zwei Tagen im Februar 1969 ist nun die Handlung des Romans des weltbekannten Regisseurs angesiedelt. Es wird darin hemmungslos geraucht, Alkohol und Kaffee getrunken, und alles aufgeboten, was die Ausstattung an Kostümen und Accessoires so hergibt. Der ausschweifenden Freizügigkeit der Zeit wird bei seinen Beschreibungen keine Grenzen gesetzt. Nach dem „Summer of Love“ darf die Katerstimmung nicht fehlen. Charles Manson ist erfolgloser Musiker, der auf seinen Durchbruch als Rockstar hofft und Sharon Tates Yorkshire Terrier wird vom Anwalt der Familie in der Einfahrt überrollt. Tarantinos Roman ist ein Fest für alle Fans und Kenner seiner Filme. Tarantino verliert sich in seinen Erzählungen und begibt sich auf detailverliebten Pfaden, fabuliert, referenziert aus einer Fülle an Bezügen und der amerikanischen Warenwelt dieser Zeit. Die kleinteilige Handlung ist bei diesem opulent ausgestatteten Buch für Fans sicher nur Nebensache.
Julie August
 
Tarantino, Quentin - Es war einmal in Hollywood
Roman. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2021. 410 S. - fest geb. : € 25,70 (DR)
ISBN 978-3-462-00228-7

 

 

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