Bücherschau

Falk, Rita - Rehragout-Rendezvous

Provinzkrimi
Der elfte Fall für Franz Eberhofer stellt ihn vor ein nahezu unlösbares Rätsel. Das Buch ist eigentümlich. Wenn man jedoch das Schlusswort von Rita Falk gelesen hat, kann man sich vorstellen, warum das Buch in zwei Teile zerfällt, denn im Sommer 2020 starb relativ überraschend der Ehemann von Rita Falk. Dass das Buch etwas uneinheitlich erscheint, wird dadurch klar. 
Der Roman beginnt mit einem häuslichen Streik der Oma, kein Frühstück, kein Mittagessen, kein Aufräumen. Niemand fühlt sich dafür zuständig. Somit lebt Franz Eberhofer von den Leberkässemmeln des Fleischhauers und dem dort abgezapften Kaffee. Auch Eberhofers Frau Susi lebt ihren eigenen Traum. Da der Bürgermeister im Urlaub in einer Reha landet, übernimmt sie die Aufgabe des Ortsvorstehers und glaubt auch dieser zu werden. 
Die Liesl Mooshammer nervt mit einer Vermisstenanzeige. Der Steckenbiller Lenz ist verschwunden, die Liesl befürchtet das Schlimmste. Doch die Leiche bleibt verschwunden, bis schließlich Leichenteile und ein goldener Eckzahn des Vermissten auftauchen. Nun bleibt Franz Eberhofer nichts mehr übrig als den Mordfall aufzuklären. 
Während der erste Teil des Buches abstrus witzig ist, entwickelt sich der Roman gegen Ende des Buches in eine beinharte Ermittlungsarbeit des armen Dorfpolizisten. Da gibt es nur den Verzweiflungsfluch „Zefix!“ Nach Beendigung der Lektüre sollen etliche Kochrezepte zum Nachkochen verführen, wie zum Beispiel ein Rehragout oder ein Apfel-Zwetschken-Streuselkuchen. Dazu gutes Gelingen! 
Peter Lauda 
 
Falk, Rita - Rehragout-Rendezvous
Provinzkrimi. München: dtv 2021. 301 S. - br., € 17,50 (DR)
ISBN 978-3-423-26273-6

 

 

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