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Bücherschau

Weidermann, Volker - Brennendes Licht

Anna Seghers in Mexiko
Die Schriftstellerei ist ein schwieriges Gewerbe. Kurz nach dem großen Erfolg kann der Absturz in die Wühlkisten drohen. Vielfach spielt die politische Gesamtlage eine Rolle. „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers war 1941/42 ein Sensationserfolg auf dem amerikanischen Markt (über 300.000 Auflage). Die Einreise in die USA wurde der Immigrantin aber verwehrt: Der FBI hatte über die kommunistische Tochter aus gutem jüdischen Haus eine allzu umfangreiche Materialsammlung. Seghers musste sechs Jahre im Exil in Mexiko verbringen, nach ihrer Rückkehr wurde sie die „Grande Dame“ der DDR-Literatur. 
Volker Weidermann, einer der Stars des westdeutschen Feuilletons und erster Gastgeber des wiedererstandenen „Literarischen Quartetts“, hat dieses Buch einfühlsam und kenntnisreich gestaltet. Es widmet sich den sechs Jahren, die Anna Seghers im mexikanischen Exil verbracht hat. Sie kannte dort alle, Frida Kahlo und Egon Erwin Kisch, die berühmten Muralisten Diego Rivera und David Sequeiros, den Dichter Pablo Neruda etc. Dies alles schildert Weidermann hier süffig und ausführlich. Ein interessantes und doch nicht allzu ambitionsreiches Buch.
Robert Schediwy
 
Weidermann, Volker - Brennendes Licht
Anna Seghers in Mexiko. Berlin: Aufbau 2020. 186 S. - fest geb. : € 18,50 (PL)
ISBN 978-3-351-03794-9

 

 

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