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Bücherschau

Brinkbäumer, Klaus / Lamby, Stephan - Im Wahn

Die amerikanische Katastrophe
Claus Brinkbäumer und Stephan Lamby sind zwei deutsche Top-Journalisten. Beide kennen sich in Washington und Berlin gut aus. Sie haben für den „Spiegel“ und für die „Zeit“ gearbeitet, zumindest zeitweilig sogar in Führungsposition. Also wie es scheint ideale Voraussetzungen für ein aktuelles Buch über die USA. 
Warum macht sich beim Leser aber trotzdem eine gewisse Distanzierung breit? Wahn, Katastrophe und etliche ähnliche allzu häufig superlativische Begriffe zu verwenden hat etwas Marktschreierisches und Präsident Trump ist der größte Marktschreier. Aber es sieht so aus, als wäre er eher vergleichbar einem bellenden Hund, der nicht beißt. Seine Sprunghaftigkeit, sein unmögliches Benehmen und sein kreativer Umgang mit der Wahrheit mögen die liberalen Medien empören, aber als Kriegstreiber hat er sich bisher nicht erwiesen. Weder im Fall Nordkorea noch in jenem des Iran. Auch der Wunsch, Amerika wieder „groß“ zu machen, spricht eher für ihn als Beispiel für den Nachkriegspatriotismus. Die Lage scheint komplizierter, als das die Kämpfer der liberalen Medien, auch die beiden Autoren dieses Buches, wahrhaben wollen. 
Robert Schediwy
 
Brinkbäumer, Klaus / Lamby, Stephan - Im Wahn
Die amerikanische Katastrophe. München: Beck 2020. 391 S. - fest geb. : € 23,60 (GP)
ISBN 978-3-406-75639-9

 

 

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