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Bücherschau

Reichl, Eva - Mühlviertler Grab

Kriminalroman
Der neueste Kriminalroman von Eva Reichl spielt natürlich wieder in ihrer oberösterreichischen Heimat. Wie in den ersten beiden Romanen „Mühlviertler Blut“ und „Mühlviertler Rache“ ist der sympathische, aber ein bisschen wortkarge Chefinspektor Stern die Hauptfigur. Er ist ein Mann mit rauer Schale und weichem Kern, der zum Beispiel nicht zugeben kann, dass er vor einer streunenden Katze kapituliert hat. Und die daher sein Heim mit ihren drei neugeborenen Katzenbabys ins Chaos stürzt. Aber im Dienst ist er der brummige Chef, der sich keine Blöße geben will. Im aktuellen Kriminalfall wird er jedoch schmerzlich an seine Grenzen geraten. 
Am Friedhof des beschaulichen Örtchens St. Oswald wird eine Leiche entdeckt. Mit gefesselten Händen und wie ein Betender drapiert. Und der Tote ist ... ertrunken. Aber es gibt keine entsprechende Wasserstelle in der Nähe. Das Grab, auf dem der Ermordete liegt, ist die letzte Ruhestätte einer jungen, schönen Frau, Paula E. Sie ist ein Jahr zuvor bei einem Autounfall zu Tode gekommen. Hängt der Mord mit dem Leichenfundort zusammen? Oder ist die politische Tätigkeit des Mordopfers der Grund für sein jähes Ende? Hat er sich Feinde gemacht? Und warum ist er ertränkt worden, und vor allem wo? Es gibt kaum Spuren, aber eine lange Liste von Fragen. 
Dem Kriminalisten fallen bald einige Ungereimtheiten auf, die aber anfangs nicht wirklich zielführend sind. Der Ehemann von Paula E. ist seit dem Unfall, bei dem seine Frau starb, an den Rollstuhl gefesselt, er scheidet als Verdächtiger aus, oder? Und war die Verstorbene so „brav“, wie ihre Eltern der Polizei glaubhaft machen wollen? Neben dem Suchen nach Anhaltspunkten und Spuren macht dem Chefinspektor seine Mitarbeiterin, Gruppeninspektorin Mara Grünprecht, Sorgen, er will sie als seine Nachfolgerin aufbauen. Aber was will sie, Karriere oder Kinder? Kann er sie fragen? Und zu Hause toben die Katzen ... Der Fall wird komplizierter, als bald ein zweiter Mord geschieht. Und wieder wird die Leiche auf dem Grab der Paula E. theatralisch deponiert. Es muss einen Zusammenhang geben! Die Geschichte nimmt rasant Fahrt auf und wird immer spannender. Die Spuren führen zunächst in verschiedene Richtungen und dann doch vermeintlich zusammen. Und das Ende ist völlig unerwartet! 
Ein spannender, bodenständiger, flott geschriebener Kriminalroman, der sicher seine Fortsetzung finden wird. 
Renate Oppolzer
 
Reichl, Eva - Mühlviertler Grab
Kriminalroman. Gmeiner 2020. 348 S. - kt. : € 14,00 (DR)
ISBN 978-3-8392-2741-1

 

 

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