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Bücherschau

Akbaba, Eser - Sie sprechen ja Deutsch!

Traum und Wirklichkeit einer anatolischen Österreicherin
Als Kind türkisch-kurdischer Eltern in Wien bewunderte sie immer Carl Belcredi, den Wetteransager im Österreichischen Fernsehen, der für sie auch zum Vorbild wurde. Vor der in Österreich geborenen Eser, deren Eltern 1973 als Gastarbeiter aus Ostanatolien nach Österreich gekommen waren, lag aber ein langer, mühevoller Weg, bis sie als Moderatorin beim „Wien-Wetter“ landen konnte. 
Als jüngstes von sechs Kindern hatte sie es nicht leicht, obwohl sie von klein auf Deutsch beherrschte. Sie studierte schließlich Publizistik und Kommunikationswissenschaft. Neben der Schule und ihrem Studium arbeitete sie fleißig in einer Pizzeria und einer Werbeagentur und war Gründungsmitglied des Magazins „biber“, das über junge Leute mit Migrationshintergrund berichtet. Bei einer Podiumsdiskussion wird sie einmal von einer ORF Ressort-Chefin gefragt, ob sie als Moderatorin beim ORF arbeiten wolle. So kommt sie zum Fernsehen. 
1986 hatten sie und ihre Familie die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten. Eine Heirat fällt weniger glücklich aus, denn sie möchte lieber eine starke, unabhängige und unverheiratete Frau sein. Heute ist sie eine selbstbewusste und erfolgreiche Frau, die als Integrationsbotschafterin an verschiedenen Projekten teilnimmt und als Wettermoderatorin einen Bekanntheitsgrad erreicht hat. 
Ein interessanter Bericht über eine gelungene Karriere einer sympathischen jungen Frau mit Migrationshintergrund, die sich mit Fleiß und Disziplin einen Kindheitstraum erfüllt hat.
Traude Banndorff-Tanner 
 
Akbaba, Eser - Sie sprechen ja Deutsch!
Traum und Wirklichkeit einer anatolischen Österreicherin. Mit Jürgen Pettinger. Wien: Kremayr und Scheriau 2020. 184 S. - fest geb. : € 22,00 (BB)
ISBN 978-3-218-01205-8

 

 

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