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Bücherschau

Lazar, Maria - Leben verboten!

Ein hellsichtiger Zeitroman aus dem Jahr 1932
Immer noch gibt es in der nach 1945 zeitweilig beinahe totgeschwiegenen Exilliteratur interessante Entdeckungen zu machen. Das heißt, im vorliegenden Fall geht es eigentlich um "Prä-Exil-Literatur". Das Buch, eine schwungvoll geschriebene Kolportagestory, stammt aus der Feder einer jungen Wienerin aus wohlhabendem Haus und wurde 1934 in gekürzter Form erstmals auf Englisch unter dem Titel „No right to live“ veröffentlicht. Massenarbeitslosigkeit, politische Verhetzung und Börsenkrach prägen den Zeithintergrund. 
Kurz zur Story. Ein angesehener Bankier will von Berlin nach Frankfurt fliegen. Er braucht einen Beistandskredit, aber das Flugzeug stürzt ab. Man glaubt ihn unter den Opfern, aber er hat den Abflug versäumt und beginnt ein neues Leben in Wien. Details seien hier nicht verraten. 
Johann Sonnleitner, dem Spezialisten für Literatur der Zwischenkriegszeit, ist jedenfalls für diese Herausgabe sehr zu danken. Nach der Wiederentdeckung der Romane „Die Vergiftung“ (1920) und „Die Eingeborenen von Maria Blut“ (1937) kann man nun diesen hellsichtigen Zeitroman zum ersten Mal ungekürzt in der deutschen Originalfassung von 1932 lesen.
Robert Schediwy
 
Lazar, Maria - Leben verboten!
Roman. DVB 2020. 383 S. - fest geb. : € 26,00 (DR)
ISBN 978-3-903244-03-0

 

 

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