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Bücherschau

Bürster, Helga - Luzies Erbe

Eine bewegte Familiengeschichte
Luzie Krusenbusch verstirbt fast hundertjährig. Ihre engsten Angehörigen sind um die Tote versammelt und beginnen Schritt für Schritt die düstere und ungeklärte Vergangenheit ihrer Familie aufzuhellen. Der bisher geheimgehaltene Inhalt eines alten Koffers, den man in einem Kleiderschrank vorfindet, sollte dabei helfen. 
Die bewegte Familiengeschichte reicht bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück. Dabei geht es um eine verbotene Liebesbeziehung zwischen der jungen Luzie aus dem Emsland und Jurek, einem Zwangsarbeiter aus Polen, aus der ebenso zwei „verbotene“ Kinder hervorgingen, die der politischen Herrschaft der Nationalsozialisten und der engstirnigen Ortsbewohnerschaft entsprechend als Rassenschande gelten. Das Liebespaar übersteht aber mit Glück und entsprechender Hilfe die Wirren des Kriegs. Nach erfolgter Eheschließung arbeitet Jurek bei den Engländern in Delmenhorst und kommt jedes Wochenende nach Hause. 
Doch eines Tages kommt er nicht mehr und bleibt vorerst spurlos verschwunden. Ab nun setzte das sprichwörtlich unverbrüchliche Schweigen der Familie Mazur ein. Gehalten bis zu Luzies Tod! Eine ungemein berührende Geschichte, wie aus dem Leben gegriffen. Ein Buch, das man unbedingt lesen sollte. 
Adalbert Melichar
 
Bürster, Helga - Luzies Erbe
Roman. Berlin: Insel 2019. 288 S. - fest geb. : € 22,70 (DR)
ISBN 978-3-458-17814-9

 

 

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