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Bücherschau

Engström, Thomas - South of Hell

Ein Ludwig-Licht-Thriller
Ludwig Licht ist ein ehemaliger Stasi-Agent und nunmehriger Freelancer im Dienste der CIA. Der erste Band rund um den blonden Hünen (Klischee!) Licht war eine Riesenenttäuschung für mich – absolut nicht stimmig, falsch überall und einfach nur nervig. Der zweite Band hingegen spielt in den USA und ist sehr stimmig, sehr logisch und äußerst spannend. Ein guter Thriller, wenn man von ein paar Groschenromanmomenten absieht. 
In einem Hotel in einem Nest in Pennsylvania wird ein junger Bursche tot aufgefunden. Heroin. Er war mit der Tochter des Kandidaten der Demokraten für den Kongress, Harriman, befreundet. Und er war vermutlich homosexuell. Damit versuchen die Republikaner auch Dan Harriman anzupatzen, denn der Abschiedsbrief suggeriert ein Verhältnis der beiden. Dan Harriman leugnet und somit kommt Ludwig Licht ins Spiel. Er wird von GC hinzugezogen, weil er ahnt, dass es da schmutzig zugehen wird. 
Die ganze Geschichte führt uns in den Sumpf der White Supremacists und des Ku-Klux-Klans und die verschrobenen Fantasien eines Melvin Klace ein. Dieser Klace ist ein reicher Mann, ihm gehören Kasinos, Hotels und noch vieles mehr und er hat eine treue Gefolgschaft. Naheliegend, dass Ludwig Licht, als Deutscher, sich in diese Bewegung einschleusen soll. Bis zum Showdown (vorhersehbar, aber spannend) vergehen viele grausliche Theorien, psychologisch faszinierende Gespräche und viele Aha-Momente bezüglich amerikanischer Politik (Trump). Alles in allem viel besser als der erste Roman, alles in allem recht ordentlich, alles in allem aber weit weg von hoher (nordischer) Krimiqualität.
Mario Reinthaler
 
Engström, Thomas - South of Hell
Ein Ludwig-Licht-Thriller. München: Bertelsmann 2019. 379 S. - br. : € 15,50 (DR)
ISBN 978-3-570-10302-9

 

 

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