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Bücherschau

Petri, Lotte - Teufelswerk

Zwischen Mystik, Wahnsinn und Realität
Ein (sehr guter) typischer Krimi aus dem kühlen Norden, aus Dänemark! Für mich sehr ansprechend, hat es die Autorin geschafft, die Grenze zwischen Mystik, Wahnsinn und Realität gekonnt zu verwischen und „kümmert” sich dabei eher um die psychischen Befindlichkeiten ihrer Figuren, als um den Erfolg des ermittelnden Teams. Spannend. 
Die Stadt Kopenhagen plant einen U-Bahn-Ausbau und da ein Teilstück neben einem Friedhof geführt werden soll, muss ein Teil der Gräber umgebettet werden. Diese Arbeit wird von Josefine Jespersen, einer Rechtsanthropologin, beaufsichtigt und durchgeführt. Schon im Vorfeld haben sich die Angehörigen jener Bestatteten zusammengetan, um gegen die Umbettung zu protestieren. Das wissenschaftliche Team nützt auch die Gelegenheit, die ausgegrabenen Knochen zu untersuchen und somit einen wichtigen Beitrag zur Feldforschung zu leisten. 
Eines Abends bleiben nur mehr Josefine und ihre Kollegin am Friedhof, Josefine möchte noch ihre Arbeit abschließen und die Kollegin verlässt die Grabungsstätte ein paar Minuten früher. Dann: ein markerschütternder Schrei! Josefine rennt in die Richtung, sieht ihre Kollegin in einer Blutlacke mit eingeschlagenem Schädel liegen, versucht sie noch zu reanimieren, doch vergeblich. 
Bei der pathologischen Untersuchung stellt sich heraus, dass ihr ein umgedrehtes Kreuz in den Schädelknochen geritzt wurde. Kommissar Damgaard beginnt mit den Ermittlungen, bei denen auch ein katholischer Priester und Exorzist eine wichtige Rolle übernehmen werden. Es bleibt auf jeden Fall spannend bis zum Schluss und das alles ohne Schnörksel und Kunstgriffe – einfach gut geschrieben und durchaus logisch. 
Mario Reinthaler
 
Petri, Lotte - Teufelswerk 
Roman. München: Goldmann 2020. 391 S. - kt. : € 10,30 (DR)
ISBN 978-3-442-48958-9

 

 

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