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Bücherschau

Carofiglio, Gianrico - Drei Uhr morgens

Ein sensibler, überaus sympathischer Roman
Antonio leidet seit Kindheitstagen an Epilepsie. Nachdem etliche Behandlungen in Italien nichts brachten, beschließen die geschiedenen Eltern mit Antonio nach Marseille zu fahren, da dort ein Spitzenarzt der Neurologie ordiniert. Die Erstbehandlung bringt bereits Erfolge. 
Nach einer neuerlichen Untersuchung verschreibt der Arzt dem nunmehr jugendlichen Epileptiker, zwei Tage und zwei Nächte ohne Schlaf hinter sich zu bringen. Gibt es in dieser Zeit keinen Anfall, so gilt Antonio als geheilt. Der junge Bursch verbringt also nun zwei Tage und zwei Nächte mit seinem Vater in Marseille. In dieser Zeit wird das Verhältnis von Antonio zu seinem Vater gestärkt. Der Vater erzählt von seiner Jugend, seiner Beziehung zu Antonios Mutter und von seinen Vorlieben und Hobbys. In einer schummrigen Bar wird Antonio Zeuge von Vaters Klavierspiel bei einer Jazzsession. Erschöpfung und atemberaubende Situationen an den Klippen des Meeres verbinden die beiden immer mehr. Eine Begegnung, die die Beziehung zweier Menschen total verändert. 
Gianrico Carofiglio, den mancher Leser vielleicht von authentischen Mafiakrimis kennt, überrascht hier mit einem sensiblen, überaus sympathischen Roman, der tief die Seele des Lesers berührt. Ein Buch, das man durch seine bewegende Geschichte kaum aus der Hand legen kann. Eine Überraschung des Buchherbstes! 
Peter Lauda 
 
Carofiglio, Gianrico - Drei Uhr morgens
Roman. Wien: Folio 2019. 184 S. - br. : € 20,00 (DR)
ISBN 978-3-85256-769-3
Aus dem Ital. von Verena von Koskull

 

 

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