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Bücherschau

D'Andrea, Luca - Der Wanderer

Thriller
Sibylle hält das Foto ihrer toten Mutter in Händen, das in einem Brief ohne Absender enthalten war. Zwanzig Jahre ist es her, dass man die Leiche der „narrischen Erika“ aus dem abgelegenen Bergsee geborgen hat. Damals war man sich einig, dass es Selbstmord war. Das war die Meinung der Polizei von Kreuzwirt, einem abgelegenen Ort. Nach dem anonymen Brief hegt Sybille Zweifel an dieser Meinung. 
Zusammen mit dem jungen Lokalreporter Tony und dessen Bernhardiner Freddy macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Sie stoßen auf ein Geflecht aus Lügen, Verrat, Drogen und Wahnsinn und einer unbekannten Person, die sich in den Wäldern als „der Wanderer“ bekannt ist. Hat dieser Mann noch mehrere Morde begangen? Die Zusammenfassung, die sich hier sehr spannend präsentiert, ist jedoch durch den oft undurchsichtigen Stil, die kurzen sprunghaften Absätze und die alleinige Verwendung der zahlreichen Vornamen verwirrend. Auch wenn man bei der Lektüre größere Abschnitte, etwa hundert Seiten, liest, wird man nicht viel klüger. Der Schluss des Romans lässt bisweilen die Längen des Buches vergessen. 
Nach den Romanerfolgen „Der Tod so kalt“ und „Das Böse, es bleibt“ ist „Der Wanderer“ ein Buch, das mit dem renommiertesten italienischen Krimipreis ausgezeichnet worden ist. Ich sehe den neuen Südtirol-Thriller jedoch eher als herbe Enttäuschung. Vielleicht finden Sie, als LeserIn der „Bücherschau“, meine Rezension falsch – es würde mich freuen, wenn er bei Ihnen Gefallen finden sollte. 
Peter Lauda
 
D'Andrea, Luca - Der Wanderer
Thriller. München: Penguin 2019. 372 S. - br. : € 15,50 (DR)
ISBN 978-3-328-60025-1
Aus dem Ital. von Susanne Van Volxem und Olaf Matthias Roth

 

 

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