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Bücherschau

Popp, Adelheid - Jugend einer Arbeiterin

Selbstbewusste Kraft und Redlichkeit

Die Eröffnung spezialisierter Museen. die erneute Herausgabe vergriffener Schriften sind schöne Zeichen eines intakten Traditionsbewusstseins, aber sie können auch als Indizien einer drohenden Musealisierung, eines Stillstands aufgefasst werden. Adelheid Popp (1869-1939) ist eine der Säulenheiligen der österreichischen Sozialdemokratie. Ihre Jugenderinnerungen sind vom Picus Verlag jüngst in dieser schönen Ausgabe neu editiert worden und sie beeindrucken immer noch mit ihrer klaren und freimütigen Darstellung untragbarer sozialer Verhältnisse und der durch sie geförderten Verhetzungen (Popp gibt beispielsweise zu, zeitweilig dem Antisemitismus gehuldigt zu haben). Mit enormer Willenskraft lernte sie lesen und schreiben und wurde zur ersten Frau, die im österreichischen Parlament eine Rede halten durfte.
Manche mögen dieses Buch despektierlich als „Ausgrabung“ bezeichnen, aber es hat uns bis heute in seiner selbstbewussten Kraft und Redlichkeit viel zu sagen.
Robert Schediwy

Popp, Adelheid - Jugend einer Arbeiterin
Hrsg. von Sibylle Hamann und Katharina Prager. Wien: Picus 2019. 158 S. fest geb. : € 20,00 (BB)
ISBN 978-3-7117-2087-0


 

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