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Bücherschau

Woska-Nimmervoll, Eva - Heinz und sein Herrl

Unterhaltsam, amüsant, schrullig

Heinz, das Hunderl, und sein Herrl wohnen in einem Wiener Gemeindebau. Ihre Welt und ihr tägliches Leben läuft in geregelten Bahnen und ist sehr überschaubar. Aber Heinz weiß nicht, dass der Nachbar ihn Scheißköter nennt.
Eines Abends, als Heinz von seinem Herrl Gassi geführt wird, kommt es durch die Namensgleichheit zu einem unglücklichen Zusammenstoß mit einem Nachbarn. Dieser tritt nach Heinz, verliert dabei das Gleichgewicht, stürzt unglücklich und verstirbt ein paar Tage darauf. Es wär ja alles soweit und so gut, wenn das Herrl die Attacke auf Heinz nicht mit einem Besenstiel abgewehrt hätte und dabei den zu Boden stürzenden Nachbarn an der Brust getroffen hätte.
Von da an ist für Heinz und sein Herrl alles anders, denn dieser glaubt, am Tod des Nachbarn schuld zu sein und will deswegen sogar Selbstanzeige bei der Polizei erstatten. Danach ergeben sich aber für Heinz und sein Herrl tumultartige Geschehnisse. In das Leben des Herrl tritt eine Liebschaft namens Irene, zusätzlich eine befreundete Rechtsanwältin, die mit ihm spontane Küchenerotik betreibt und dann erscheint noch dazu auf dem Bildschirm eines Freundes eine erpresserische Mailnachricht. Für unterhaltende Turbulenz ist also reichlich gesorgt.
Das unterhaltsame, amüsant schrullige Buch besticht nicht nur durch seinen verdeckten, aber spürbaren Humor, sondern auch durch die nuancierte Zeichnung und Charakterisierung der handelnden Personen und des nahen Umfeldes. Die gesamte Story ergäbe ja gut und gern Stoff für die TV-Serie über die Wiener-Bezirke. Also: „Mein Floridsdorf“.

Adalbert Melichar

Woska-Nimmervoll, Eva - Heinz und sein Herrl
Roman. Wien: Kremayr & Scheriau 2019. 191 S - fest geb. : € 19,90 (DR)
ISBN 978-3-218-01155-6

 

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