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Bücherschau

Moore, Christopher - Noir

Geschichte eines einfachen Mannes und der gefährlichen Frau

San Francisco 1947: Christopher Moore führt uns in einen völlig verlotterten Saloon, in welchem eines schönen Tages eine auffällige rätselhafte Blondine namens Stilton die ebenso verlotterte Gesellschaft gehörig aufmischt. Sammy „Two Toes“, der dort den Kellner spielt, verknallt sich völlig in diese mysteriöse Frauensperson. Aber Stilton hat andere Absichten. Sie will als Amüsierdame an ein schnell verdientes Geld kommen und obendrein auf Männer mit Einfluss treffen. So kommt es auch, dass tatsächlich eines Tages ein General der Air Force aus Roswell im Saloon auftaucht. Aber dieser ist mit einem außergewöhnlichen Auftrag unterwegs. Allerdings sorgt dieser Auftritt für ein wenig Dynamik, die der bisher eher lahmen Handlung gut tut.
Alles in allem sieht man sich aber in diesem „Noir-Thriller“ einem beinahe unüberschaubaren und wenig ansprechenden sprachlichen Chaos gegenüber. Man wird förmlich in einem Strom von zum Teil nichtssagenden Schilderungen buchstäblich hinweggespült. Die Suche nach dem notwendigen roten Faden der Handlung kann demnach nicht und nicht gelingen. So ganz aufgeben wollte ich aber dennoch nicht und so stieß ich auf eine nicht uninteressante Deutung des Autors im Nachwort dieses Romans: „Als ich mit NOIR anfing, stellte ich mir vor, es sollte ein Roman der zweiten Sorte werden, die Geschichte eines einfachen Mannes und der gefährlichen Frau, die in sein Leben taumelt. Das Buch sollte düster, es sollte verzweifelt sein, es würde Nebel geben, Schießereien und Gefahr. So hatte ich mir das gedacht“. Ich weiß, ich weiß. Im Grund ist dabei ein „Blödel-Noir“ herausgekommen ... Na, also!
Adalbert Melichar

Moore, Christopher - Noir
Roman. München: Goldmann 2018. 412 S. – br. : € 17,50 (DR)
ISBN 978-3-442-31486-7
Aus dem Amerikan. von Jörn Ingwersen

 

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