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Bücherschau

Suter, Martin - Allmen und die Erotik

Nicht archivierte Porzellankunstwerke als Versuchung

Johann Friedrich von Allmen hat wieder einmal Geldprobleme, da er stets über seine Verhältnisse lebt. Dabei könnte er von seinem kleinen Investigativ-Unternehmen durchaus leben. So ist er bisweilen auf die Zuwendungen seines haushälterischen Freundes angewiesen.
Ludwig Steintaler, langjähriger Präsident der literarischen Gesellschaft, lagert auf dem Dachboden eine riesige Sammlung von Meißner Porzellan. Wilhelm Krähenbühler von „Security Systems“ wurde von Allmen mit der Sichtung und Sicherung der Wertgegenstände beauftragt. So gelangen sie an eine Sammlung wertvoller erotischer Porzellanfiguren, die nirgends archiviert sind. Von Allmen lässt sich hinreißen, die nicht archivierten Porzellankunstwerke sich unter den Nagel zu reißen und unter der Hand zu verkaufen. Dabei wird er nach Strich und Faden betrogen. Jener Antiquitätenhändler, dem von Allmen vertraut, steckt mit Jasmin, der Tochter Wilhelm Krähenbühlers, unter einer Decke.
Der neueste Roman von Martin Suter zeigt einen von Allmen, der sehr ungeschickt agiert und sich von Jasmin Steintaler an der Nase herumführen lässt. Ein interessanter Roman, der jedoch an die ersten Romane von Martin Suters mit dem Lebemann von Allmen („Allmen und die Libellen“ oder „Allmen und der rosa Diamant“) nicht heranreicht. Doch die Romane um den stilvoll darbenden Kunstkenner gehören noch immer zum Besten in der deutschsprachigen Krimiszene.
Peter Lauda

Suter, Martin - Allmen und die Erotik
Roman. Zürich: Diogenes 2016.
267 S. - fest geb. : € 20,60 (DR)
ISBN 978-3-257-07033-0

 

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