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Bücherschau

Rumpl, Manfred - Finns Irrfahrt

Rebellion, überschwängliche Gefühle, unaussprechliche Sehnsüchte

Der Autor erzählt uns von Finn, einem Jugendlichen, der einen sehr schweren Kletterunfall überlebt hat. Finn ist ein typischer Jugendlicher der heutigen Zeit. Da ist vor allem einmal der typische Bobo-Name. Finn! So als Finn muss man fesch sein, und schlaksig. Die typischen Pubertäts-Pickel hinterlassen keine Spuren, und einen tödlichen Unfall hat man natürlich beim überaus schicken und doch recht teuren Trendsport Klettern. Aber was hilft es: Echt gefährlich und schmerzhaft ist es trotzdem. Als er aus dem Koma wiedererwacht, ist er irgendwie ein Anderer, aber sicherlich trotzdem braun gebrannt.
Finn hat auch massive Probleme mit seinem Stiefvater. Nicht nur aus persönlichen Gründen, sondern auch aus politischen. Er lehnt sich auf, stößt seine Mutter vor den Kopf (auch ganz normal in diesem Alter) und beginnt einen echten Kampf mit dem Stiefvater. Finns Widerstand mündet in einer politisch motivierten Aktion, in deren Folge er und seine ganze Clique Reißaus nehmen müssen. Sie unternehmen alle zusammen quasi ein Roadmovie. Finn hat zwei Ziele: die böse Wand zu besiegen und seinen echten Vater zu finden, über den er von seiner Mutter insgesamt nur wenig und nichts Gutes erfahren hat.
Rebellion, überschwängliche Gefühle, unaussprechliche Sehnsüchte, politischer Aktivismus und erste Liebe, in diesem All-Ager (boah: welch ein Bobo-Wort!) ist alles drin, und zwar so wie es jetzt und heute ist, echt cool hätte man früher gesagt.
Manuela Kaltenegger

Rumpl, Manfred - Finns Irrfahrt
Roman. Wien: Picus 2018.
246 S. - fest geb. : € 18,00 (DR)
ISBN 978-3-7117-2062-7

 

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