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Bücherschau

Komarek, Alfred - Alfred

Alfred Komarek nähert sich nun wieder seinen Ursprüngen

Es ist bald fünfzig Jahre her, da gab es im frisch reformierten österreichischen Rundfunk eine Sendung mit beträchtlicher Fangemeinde. Sie hieß „Melodie exklusiv“, und sie kombinierte zart poetische, zuweilen auch etwas anzügliche Texte mit Musik von Leonard Cohen, Phillip Goodhand-Tait, Joan Baez und ähnlichen Helden der Flower-Power-Generation. Nach etwa zehn Jahren wurde das Ende dieser Sendung eingeläutet – zum großen Bedauern ihrer Fans.
Der Schöpfer der von Meinrad Nell und Ingrid Gutschi unverwechselbar vorgetragenen Texte blieb allerdings nicht untätig. Auch seine Serie von Kriminalromanen um den niederösterreichischen Ermittler Polt erlangte Kultstatus und wurde verfilmt. Darüber hinaus konnte man dem fleißigen Alfred Komarek auch als erfolgreichem Reiseschriftsteller, Kinderbuchautor, Verfasser von Drehbüchern und in weiteren literarischen Genres begegnen. Die Folge waren zahlreiche Preise und Ehrungen.
Mit dem vorliegenden Büchlein nähert sich, wie es scheint, der heute über siebzig Jahre alte Alfred Komarek aber nun wieder seinen Ursprüngen. Der Innsbrucker Haymon Verlag hat ja bereits einmal eine Sammlung von Texten im Stil der Melodie-exklusiv-Periode herausgegeben – und der neue Band mit dem schlichten Titel „Alfred“ folgt dieser Tradition. Der Autor und sein Publikum sind mittlerweile zwar zu Grauschöpfen geworden, aber, wie man so sagt, alte Liebe rostet nicht. Der Rezensent empfiehlt daher ausdrücklich die Lektüre dieses Buches. Manche Pointen darin mögen rasch zerplatzen, nach der Art fragiler Seifenblasen. Wer sie aber zu genießen versteht, etwa zur Begleitung von Goodhand-Taits Lied „Everyday“, bewahrt den Abglanz eines wunderschönen Augenblicks. Wie sagte doch der englische Dichter John Keats: „A thing of beauty is a joy forever“ …
Robert Schediwy

Komarek, Alfred - Alfred
Innsbruck: Haymon 2019.
108 S. - fest geb. : € 14,90 (DR)
ISBN 978-3-7099-3454-8

 

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