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Bücherschau

Rosenberger, Werner - Hietzing

Von Künstlervillen & Künstlerleben

„Draußt‘ in Hietzing gibt‘s a Ramasuri“ komponierte Johann Strauß in der Operette „Wiener Blut“. Die „Ramasuri“ gab‘s im Tanzsaal des Casinos Dommayer in der Hietzinger Hauptstraße, dort, wo heute das Schönbrunner Parkhotel steht. Das Casino Dommayer gibt es längst nicht mehr, aber der Wiener Walzer hat die Welt erobert. Zur Zeit der „Sträuße“ war Hietzing noch ein Vorort, eine ländliche Sommeridylle, wo die vornehmere Gesellschaft Erholung suchte.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ließen sich Komponisten, Bildhauer, Maler, Dichter, Schauspieler und Diplomaten etc. zumeist ganz in der Nähe des Schönbrunner Schlossparks prachtvolle Villen errichten. Hietzing wurde zu einem Wiener Nobelbezirk. Hier residierten, um ein paar Namen zu nennen, die Schauspielerinnen Charlotte Wolter, Lotte Medelski, Katharina Schratt, Hilde Sochor und Hans Moser, die Komponisten Leo Fall und Alban Berg, die Maler Gustav Klimt und Egon Schiele. Weniger bekannt sind heute der Bühnenbildner Carry Hauser, der frauenumschwärmte Schönling Rudolf Prack, der Shaw-Übersetzer und Schriftsteller Siegfried Trebitsch.
Werner Rosenberger beschreibt mit hervorragender Sachkenntnis ihre Domizile und Karrieren und lockert den Text mit kauzigen und launischen Anekdoten auf. Sein Buch ist ein wertvoller, lehrreicher Beitrag zur Wiener Kunst- und Kulturgeschichte.
Friedrich Weissensteiner

Rosenberger, Werner - Hietzing
Von Künstlervillen & Künstlerleben. Wien: Amalthea 2018. 284 S. : zahlr. Ill. - fest geb. : € 25,00 (GE)
ISBN 978-3-9905011-9-1

 

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