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Bücherschau

Slapansky, Wolfgang - Reise in die Geschichte der ArbeiterInnenbewegung in Wien

Ausgewählte Schauplätze

Feuilletonistische Bücher über diverse Schauplätze der Literatur, Musik oder sonstiger Sparten der Kultur gibt es in reicher Zahl. Das von Georg Sever herausgegebene Werk des früh verstorbenen Wolfgang Slapansky schließt hier aber dennoch eine Lücke: es widmet sich speziell und in konziser Form den Schauplätzen der Wiener Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung beziehungsweise ihrer Kultur: von den Ziegeleien des Wienerbergs über das legendäre „Vorwärtshaus“ auf der Wienzeile bis zum Döblinger Karl-Marx-Hof.
Vieles ist leider nicht mehr erhalten. Das stolze Arbeiterheim Ottakring wurde etwa im Februar 1934 zusammengeschossen, andere bauliche Ikonen der Arbeiterbewegung fielen den geänderten Verhältnissen der Nachkriegszeit zum Opfer, so das Arbeiterheim Favoriten, die Hammerbrotwerke und der einst so stolze „Konsum“. Wie es dazu kam, wird zum Teil eher diskret angedeutet, aber erfreulicherweise nicht totgeschwiegen. Die Wohnverhältnisse der Arbeiterschaft, ihr Freizeitverhalten und die dunklen Jahre der Diktaturen werden auch behandelt.
Das schöne und interessante Buch wird vor allem Wientouristen  ansprechen. Ein wenig verblüffend erscheint allerdings die Aufnahme des Islamischen Zentrums und von Alfred Hrdlickas Holzpferd in die Auswahl einschlägiger Monumente.
Robert Schediwy

Slapansky, Wolfgang - Reise in die Geschichte der ArbeiterInnenbewegung in Wien
Ausgewählte Schauplätze. Hg. von Georg Sever. Wien ÖGB Verlag 2018. 188 S. - br. : € 24,90 (GE)
ISBN 978-3-9904633-1-4

 

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