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Bücherschau

Köhler, Hannes - Ein mögliches Leben

Ein irgendwie anderer Kriegsroman

Der in Hamburg lebende Autor und Übersetzer Hannes Köhler wurde 1982 geboren. Er ist also jung, richtig jung. In dem vorliegenden Roman beschäftigt er sich mit dem Alter und dem Altern, den Erinnerungen eines Lebens und dem letzten Wunsch eines alten Menschen vor dem Tod. Auch Martin, der Protagonist in Köhlers vorliegenden Roman, ist sehr jung. Trotzdem hat er schon ein Kind ohne Familie, das Ergebnis eines One-Night-Stands. Als ihm die Mutter seines Kindes bei einem Essen im Restaurant die Schwangerschaft eröffnet, erkennt er die strenge Frau ihm gegenüber kaum wieder.
Martins Großvater hat einen Wunsch: Er möchte noch einmal nach Amerika fahren und zwar an die Orte, an denen er in Kriegsgefangenschaft war. Der Mann ist schon sehr alt, Martin kann ihm diesen letzten Wunsch nicht abschlagen, obwohl er Franz kaum kennt, eigentlich nur aus den bitteren Geschichten seiner Mutter. Und so machen die beiden sich auf die Reise, bereits im Flugzeug kommen sie einander näher ohne viel zu reden. Unter der sengenden texanischen Sonne, zwischen den Ruinen der Barackenlager, durch die Begegnung mit den Zeugen der Vergangenheit, werden in dem alten Mann die Kriegsjahre und die Zeit danach wieder lebendig. Martin begreift, dass die Vergangenheit seine ganze Familie und auch sein eigenes Leben stark beeinflusst hat.
Ein irgendwie anderer Kriegsroman.
Manuela Kaltenegger


Köhler, Hannes - Ein mögliches Leben
Roman. Berlin: Ullstein 2018. 352 S. - fest geb. : € 22,70 (DR)
ISBN 978-3-550-08185-9

 

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