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Bücherschau

Obregón, Nicolás - Schatten der schwarzen Sonne

Kriminalroman

Am 30. Dezember 2000 bricht jemand in ein Haus im Tokioter Vorort Setagaya ein. Er tötet dort alle 4 Familienmitglieder mit einem Messer. Anstatt den Tatort sofort zu verlassen, verbringt der Mörder weitere 11 Stunden in dem Haus und konnte schließlich unerkannt entkommen. Soweit die Tatsachen eines bis heute ungeklärten Verbrechens, das sich der Autor als Vorlage zu einem düsteren Krimiserienauftakt genommen hat.
Wenn man den Roman liest, muss man sich immer vor Augen halten, dass die Geschichte nicht in New York oder Paris oder Rom spielt, sondern in Tokyo. Obregón kehrt für uns die Stadt Tokyo aus und um - wir können den ganzen Abfall, Dreck, Schmutz und Abschaum sehen. Sein Kommissar Iwata ist mehr oder weniger eine gescheiterte Existenz: er hat kein Geld, keine Beziehung (jedoch eine ganz wichtige) und soll nun den Mord an einer vierköpfigen Familie klären. Neu im Morddezernat, muss er sich zuerst gegenüber den Kolleginnen und Kollegen durchsetzen und wird schließlich in den Bann der Schwarzen Sonne gezogen. Iwata muss sich mit den eigenen Dämonen auseinandersetzen!
Hervorragend aufgebaut, düster bis zur Schmerzgrenze erzählt, interessante Geschichte - insgesamt ein gelungenes Debüt.
Mario Reinthaler

Obregón, Nicolás - Schatten der schwarzen Sonne
Kriminalroman. München: Goldmann 2018. 480 S. - br. : € 16,50 (DR)
ISBN 978-3-442-31475-1

 

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