Bücherschau

Schramm, Ingrid - Schweig still, Weib!

Ein Streifzug durch die finstere Welt des Patriachats

Ingrid Schramm hat Rechtswissenschaft und Theaterwissenschaft studiert und ist eine vielseitig talentierte Frau. Sie war Journalistin und ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek tätig. Daneben findet sie die Zeit, Romane und Einakter zu schreiben und zu malen. In ihrem neuesten Buch hat sie sich die Egomanen, die immer noch unter uns weilen, aufs Korn genommen.
Mit beißendem Humor hält sie den Lesern und besonders den Leserinnen einen zeitkritischen Spiegel vor. Sie analysiert an „Fallbeispielen“ das Verhalten zwischen Mann und Frau, wobei es allerdings zu gewollten Überspitzungen kommt. Auch das aktuelle Tagesgeschehen, sei es der VW-Abgasskandal oder Donald Trump, wird in kleinen romanhaften Geschichten verarbeitet.
Ingrid Schramms Witz ist nicht jedermanns (jederfraus) Sache. Sie hat sicher treue Anhängerinnen und genauso viele (vielleicht eher männliche) Leser, die ihren Stil ablehnen. Aber ihre starke Persönlichkeit, die sich auch in diesem Buch widerspiegelt, hält leicht Lob und Tadel aus. Es wird sicher nicht ihr letztes Buch sein – Material, sprich: Situationen, „Sager“ und Anregungen, findet sie täglich und überall ...
Renate Oppolzer

Schramm, Ingrid - Schweig still, Weib!
Ein Streifzug durch die finstere Welt des Patriachats.
Wien: Goldegg 2017. 160 S. - kt. : € 16,95 (GS)
ISBN 978-3-903090-98-9

 

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