Bücherschau

Bacigalupi, Paolo - Water

Der Kampf beginnt

Paolo Bacigalupi hat sich dem Kriegsgrund der Zukunft angenommen: Wasser. Es wird wohl hinkünftig darum gehen, wer Zugang zu trinkbarem Wasser hat und wer nicht. So vorhersehbar dieses Szenario ist, so vorhersehbar ist der Roman.
Wir befinden uns in der Zukunft, die Vereinigten Staaten von Amerika gibt es nur mehr auf dem Papier und die Grenzen zwischen den Staaten sind zu. Einige Wenige, darunter Catherine Case, konnten sich rechtzeitig die Wasserrechte sichern. Nachdem der Südwesten der USA zunehmend versandet, gibt es Migrationsströme, die aber Niemandem recht sind. Die Reichen leben in sogenannten Arkologien, senkrecht gebauten Städten mit eigener Wasserversorgung, die Armen vegetieren dahin.
Angel Velasquez ist die rechte Hand von Catherine Case und er macht alles, was sie von ihm will – Wasserwerke von Städten angreifen, die ihre Wasserrechte nicht abtreten wollen (so oder so werden sie ausgetrocknet), unliebsame Personen beseitigen und überhaupt ihren Willen durchsetzen. Als Gegenpart gibt es die Journalistin Lucy, die einen sensationellen Fund macht – früher oder später müssen sich die Wege der beiden kreuzen und was früher Feind war, ist nun Freund und umgekehrt.
Wie gesagt: alles ziemlich vorhersehbar und daher nur mäßig spannend. Ein bisschen erinnerte mich der „Thriller“ an die Mad-Max-Filme, einfach nur Dreck, Gewalt, Abschaum und Untergang. Dazu mag man stehen, wie man will, aber als Buchthriller ist es für meine Begriffe zu wenig.
Mario Reinthaler

Bacigalupi, Paolo - Water
Der Kampf beginnt. Thriller. München: Blessing 2016. 464 S. - fest geb. : € 20,60 (DR)
ISBN 978-3-89667-530-9

 

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