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Bücherschau

Gerber, Jan - Karl Marx in Paris

Die Entdeckung des Kommunismus

Karl Marx, am 15. Mai 1818 in Trier geboren, entstammte einer jüdischen, assimilierten Bürgerfamilie. Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums studierte der hochbegabte junge Mann in Bonn zunächst die Rechtswissenschaften und sodann Philosophie und Geschichte. Der Studiosus wurde im Alter von 23 Jahren in Jena zum Dr. phil. promoviert, heiratete seine langjährige Verlobte Jenny Westphalen und ging nach einer kurzen journalistischen Tätigkeit bei der Kölner „Rheinischen Zeitung“ nach Paris.
In der französischen Hauptstadt kannte ihn damals kaum jemand. Frankreich war zu dieser Zeit ein Hort der Revolution (1789, 1830). Der an sozialen Fragen brennend interessierte Jungakademiker stürzte sich mit Eifer auf  die Schriften der Frühsozialisten Saint-Simon, Louis Blanc, Proudhon und begann ein intensives Studium der klassischen Nationalökonomie. In Paris lernte er Heinrich Heine kennen, vor allem aber den Sozialrevolutionär Friedrich Engels, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. In den fünfzehn Monaten seines Aufenthaltes in der Seine- Metropole legte Marx den Grundstein für sein philosophisches, geschichtswissenschaftliches und nationalökonomisches Werk („Das Kapital“, „Das Kommunistische Manifest“, „Zur Kritik der Politischen Ökonomie“ etc.). Insofern war dieser Aufenthalt eines der wichtigsten Stadien seines Lebens.
Jan Gerber legt hier ein interessantes Buch vor, das ohne thematische Vorkenntnisse jedoch nicht leicht zu lesen ist.
Friedrich Weissensteiner

Gerber, Jan - Karl Marx in Paris
Die Entdeckung des Kommunismus. München: Piper 2018. 240 S. - geb. : € 22,70 (BI)
ISBN 978-3-492-05891-9

 

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