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Bücherschau

Simon, Cordula - Der Neubauer

Mit erfundenen Geschichten durchs Leben schwindeln

Cordula Simon ist eine junge Grazer Autorin, die deutsche und russische Philologie studiert hat und daher auch in Odessa lebte. Sie erhielt bereits einige Preise für ihre Veröffentlichungen und hat bislang drei Romane herausgebracht. Der Inhalt ihres neuen Romans ist relativ schnell umrissen: Die Hauptperson, ein junger Habenichts, versucht sich mit erfundenen Geschichten durchs Leben zu schwindeln.
Er will zur Oberschicht gehören, die er aber eigentlich verachtet. Woher er kommt (es werden recht triste Verhältnisse angedeutet) und wohin er sich treiben lassen wird, ist unklar - und dem Leser auch irgendwann mehr oder weniger egal. Man wartet auf einen Höhepunkt oder eine Wendung der Geschichte, aber es geschieht nichts, außer … der Neubauer kommt ins Spiel oder kommt der Neubauer nicht? Wer ist überhaupt der Neubauer?
Die Gesellschaft lechzt nach immer neuen Aufregern in ihrem öden Dasein. Ist das die Aussage des Romans? Der Klappentext spricht von einem „zeitgenössischen Hochstaplerroman, der vor Glamour, Unverschämtheit und Komik funkelt“. Doch leider sind Glamour und Komik hier auf der Strecke geblieben. Es bleibt also eine verstörende Unverschämtheit. Damit sich jeder Leser und jede Leserin ein eigenes Urteil bilden kann, einige Original-Textproben: ..Er hat eine Kackfresse versaut“, „Die Kevins der Betuchten“, „Superfotziges Wetter“, „Fick dich doch ins Knie“, „Ja, eine richtige Fickschnepfe!“ usw. Wer noch mehr davon lesen will, dem sei dieses Buch empfohlen.
Renate Oppolzer

Simon, Cordula - Der Neubauer
Roman. Salzburg: Residenz 2018. 200 S. - fest geb. : € 20,00 (DR)
ISBN 978-3-7017-1685-2

 

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