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Bücherschau

Hajaj, Claire - Der Wasserdieb

Nick gerät zwischen die Fronten

Die Autorin des vorliegenden Romans ist eine Vermittlerin zwischen den Gegensätzen. Sie ist sowohl mit einem jüdischen als auch einem palästinensischen Elternteil in London aufgewachsen, sie hat ein Leben lang versucht, diese beiden Gegensätze zu vereinbaren, was, wie man sich vorstellen kann, nicht gerade einfach ist. Sie arbeitete für die UN in Kriegsgebieten wie Burma oder Bagdad. Nun lebt sie mit Mann und Tochter in Beirut.
Im vorliegenden Roman erzählt sie vom englischen Ingenieur Nick, der nach Afrika geht, um dort, dem Rat seines Vaters folgend, Sinnvolles zu tun. Er möchte ein Kinderkrankenhaus bauen. Obwohl sehr euphorisch, gerät Nick schnell zwischen die Fronten. Er verliebt sich in Margaret, die Frau seines Gastgebers und beginnt eine Affäre mit ihr. Für deren Sohn bricht eine Welt zusammen. Tief erschüttert gerät dieser auf die schiefe Bahn und wird, anstatt nach London zu gehen, Anführer einer Gang. Obwohl vom Gouverneur verboten, treibt Nick den Brunnenbau auf eigene Faust voran und gerät so mitten in einen politischen Machtkampf. Nach dem tödlich endenden Putsch auf den Gouverneur überfallen Soldaten das Dorf. Kann Nick es schaffen sich zu retten?
Ein spannendes und sehr kontroversielles Buch.
Manuela Kaltenegger

Hajaj, Claire - Der Wasserdieb
Roman. München: Blanvalet 2017. 509 S. - fest geb. : € 20,60 (DR)
ISBN 978-3-7645-0634-6

 

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