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Bücherschau

Ljubic, Nicol - Ein Mensch brennt

Eine Selbstverbrennung

Wikipedia sagt: Hartmut Gründler (* 11. Januar 1930 in Hümme; † 21. November 1977 in Hamburg) war ein deutscher, im Umweltschutz engagierter Tübinger Lehrer. Am 16. November 1977 übergoss sich Gründler in Hamburg mit Benzin, zündete sich an und starb fünf Tage später im Krankenhaus. Seine Selbstverbrennung fand während des SPD-Bundesparteitags statt. Sie war ein Protest gegen die von ihm behaupteten „Falschinformationen“ in der Atompolitik der damaligen Bundesregierung, speziell zu Asse II, und die Weigerung Bundeskanzler Helmut Schmidts, darüber mit ihm in Dialog zu treten.
Im vorliegenden Buch nun erfahren wir aus der Sicht eines Kindes bzw. Jugendlichen von dem Leben und Wirken von Hartmut. Der unbeugsame Politkämpfer Gründler zieht in das Haus von Hannos Eltern. Sowohl Mutter als auch Vater sind völlig fasziniert von der schillernden Person Hannos. Alles dreht sich nur mehr um ihn. Hannos Vater zwar belächelt den Mann im Keller, der sich vehement für eine bessere Welt einsetzt, ist jedoch beeindruckt. Die Mutter gerät mehr und mehr in den Bann des Idealisten. Nachdem sich Hartmut anzündet, trennen sich die Eltern. Diese ganz normale Familie zerbricht, nachdem sie vom Zeitgeschehen gestreift wurde. Heute, als Erwachsener berichtet Hanno: „Ich hatte eine glückliche Kindheit. Zumindest bis Hartmut in unser Leben trat.“
Manuela Kaltenegger

Ljubic, Nicol - Ein Mensch brennt
Roman. München: dtv 2017. 336 S. - fest geb. : € 20,60 (DR)
ISBN 978-3-423-28130-0


 

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