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Bücherschau

Krems, David - Falsches Licht

Dreiecksgeschichte voller Liebe und Leidenschaft

David Krems erzählt in seinem Debütroman vom Fotografen Schotter, der vor vielen Jahren eine Affäre mit der gebürtigen Rumänin Tanja hatte, die wiederrum mit dem zwielichtigen Geschäftsmann Sachs verheiratet war. Schotter war damals ein gefragter Fotograf, der sowohl für Modeshootings gebucht war als auch als Naturfotograf in internationalen Magazinen reüssieren konnte.
Als überzeugter analoger Fotograf machte er den Sprung ins digitale Fotografie-Zeitalter nicht mehr mit und hing den Beruf des Fotografen an den Nagel. Damals aber hatte er einen Auftrag des Geschäftsmanns Sachs angenommen, dessen Frau Tanja zu beschatten und Fotos abzuliefern. Der vermeintliche Liebhaber, den Sachs vermutete, war aber Schotter selbst und nicht anscheinend ein anderer Mann, der sich später als Bruder Tanjas herausstellt.
Schotter arbeitet nun bei seinem Freund Josef im Copyshop. Eines Tages taucht sein Sachs bei ihm auf und verlangt von Schotter die alten Aufnahmen von damals. Er erfährt, dass Tanja tot ist und dann taucht ihr Bruder bei ihm auf. Schotter muss sich seiner Vergangenheit stellen und beginnt in seinen Negativen zu suchen, als er auf eine vergessene Kamera stößt, in der sich noch ein nicht entwickelter Film befindet. Die Folgen sind nicht ohne, Schotter wird in seiner Wohnung zusammengeschlagen und erst einen Tag später von Tanjas Bruder Alka gefunden. Langsam setzt sich die Geschichte wie ein Mosaik zusammen und bietet ein überraschendes Ende.
Man merkt, dass David Krems ein erfahrener Experimentalfilmemacher ist, der Schnitte und Szenenwechsel aus dem Effeff beherrscht. Krems erzählt in eindringlicher Weise von einer Dreiecksgeschichte voller Liebe und Leidenschaft, die energische filmische Züge trägt.
Rudolf Kraus

Krems, David - Falsches Licht
Roman. Wien: Picus 2018. 207 S. - fest geb. : € 22,00 (DR)
ISBN 978-3-7117-2060-3

 

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