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Bücherschau

Hensel, Jana - Keinland

Ein Liebesroman

Martin und Nadja lernen einander kennen, als Nadja ihn wegen eines Interviews kontaktiert. Zwischen den beiden gibt es auf Anhieb eine starke Anziehung – eine komplizierte Liebesgeschichte beginnt.
Martin Stern ist Volkswirt und Politologe, geboren 1959 in Frankfurt am Main und lebt seit 1990 in Israel, wo er in einer Agentur für deutsch-israelische Wirtschaftsberatung arbeitet. Das Heilige Land ist seine Geliebte, seine Liebe, sein Leben. Er kann nicht ohne sie sein. Nadja wurde in Berlin geboren – in Ostberlin, das es damals noch gab. Sie nennt es „mein kleines Land im Osten – das falsche Land“.
Ihren ersten Abend verbringen Martin und Nadja in Tel Aviv – und eines der ersten Dinge die Martin zu ihr sagt ist „ich wünsche mir nichts so sehr wie ein Kind“. Vom Beginn an ist ihre Beziehung nah und fern zugleich – auf der Gefühlsebene wie im geografischen Sinn. Vieles ist kompliziert – unter anderem auch weil Martin denkt, dass die Leute nie begreifen werden, was mit seinen Leuten (den Juden) passiert ist, und was mit ihm noch immer passiert. Für ihn und Nadja gibt es kein gemeinsames Land – vielleicht sollten sie ein neues Land gründen? Obwohl es ja eigentlich schon genügend gibt. Aber kann es eine Liebe ohne ein gemeinsames Land geben?
Jana Hensel spielt mit der Sprache – sie gibt ihren Protagonisten viele Worte – und doch bleibt so vieles unausgesprochen.
Sabine Diamant

Hensel, Jana - Keinland
Ein Liebesroman. Göttingen: Wallstein 2017. 195 S. - fest geb. : € 20,60 (DR)
ISBN 978-3-8353-3067-2

 

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