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Bücherschau

Aidt, Naja Marie - Schere, Stein, Papier

Ein Kampf auf Leben und Tod

Jenny und Thomas hatten es als Kinder schwer. Ihr Vater, ein Kleinkrimineller, war gewalttätig gegen seinen Sohn und schlug ihn oft. Als er im Gefängnis stirbt, suchen die Geschwister seine Wohnung auf und nehmen einen klapprigen Toaster mit. Zu Hause entdeckt Thomas darin versteckt ein Bündel Geldscheine, das offensichtlich vom letzten Einbruch des Vaters stammt. Thomas hat vor, das Geld zu behalten und damit sein Geschäft für Papier- und Büroartikel durch eine Filiale zu erweitern. Beim Begräbnis seines Vaters lernt er dessen Kumpanen kennen, wobei ihm der junge Luc auffällt. Thomas beginnt sich für das Umfeld seines Vaters zu interessieren und will erfahren, was beim letzten Coup geschehen war. Hatte jemand seinen Vater verpfiffen, oder hatte sein Vater jemanden getötet?
Anfangs ist er nur argwöhnisch Luc gegenüber, doch allmählich verspürt er Angst vor ihm. Als seine Freundin Patricia vergewaltigt wird und danach das Geld aus dem Toaster verschwindet, vermeint Thomas einen Zusammenhang zwischen all den Ereignissen zu erkennen. Nach weiteren Zwischenfällen fühlt er sich verfolgt und leidet Todesangst. Sein Hauptverdacht fällt auf Luc. Bei einem Zusammentreffen der beiden eröffnet ihm Luc, dass er sein Halbbruder ist. Da rastet Thomas aus. Es wird ein Kampf auf Leben und Tod.
Der dänischen Autorin ist eine spannende Geschichte gelungen. Die Handlung wird klar und einfach erzählt und die Emotionen großartig beschrieben. Aidt gehört mit ihren Gedichtsammlungen und Erzählbänden, für die sie den Nordischen Literaturpreis erhielt, zu den wichtigsten Erzählerinnen Dänemarks.
Traude Banndorff-Tanner

Aidt, Naja Marie - Schere, Stein, Papier
Roman. München: Luchterhand 2017. 448 S. - fest geb. : € 22,70 (DR)
ISBN 978-3-630-87426-5

 

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