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Bücherschau

Haller, Günther - Marx und Wien

Von den Barrikaden zum Gemeindebau

Karl Marx, der Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus, war einer der schärfsten Denker des 19. Jahrhunderts. Er legte mit seinen revolutionären Schriften („Kritik der politischen Ökonomie“, „Das Kapital“) den Grundstein für die Umgestaltung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Sein ereignisreicher Lebensweg führte ihn im Spätsommer 1848 für kurze Zeit auch nach Wien, wo er Zeuge der Revolution wurde, ohne auf sie Einfluss nehmen zu können.
Außer der Teilnahme an ein paar Versammlungen, bei denen er das Wort ergriff, blieb sein Aufenthalt ohne beachtenswerte Nachhaltigkeit. Etliche Jahre später, 1861/62, als ihm finanziell das Wasser wieder einmal bis zum Hals stand, betätigte sich der Freidenker auch als Korrespondent der liberalen „Presse“, eines der wenigen Organe, das die Revolution überstanden hatte. Die Zusammenarbeit scheiterte alsbald aus ideologischen Gründen.
Günther Haller, dessen Buch wohl nicht biographisch gemeint ist, beschreibt in seiner knappen, gut gegliederten und fundierten Darstellung die Lebensbedingungen der Arbeiterschaft vom Vormärz bis heute. Das Abschlusskapitel widmet er dem Aufstieg der österreichischen Sozialdemokratie von ihren Anfängen bis Bruno Kreisky.
Friedrich Weissensteiner

Haller, Günther - Marx und Wien
Von den Barrikaden zum Gemeindebau. Wien: Styria 2017. 192 S. - fest geb. : € 22,90 (GE)
ISBN 978-3-222-15007-4

 

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