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Bücherschau

Habeck, Reinhard - Ungelöste Rätsel

Wunderwerke, die es nicht geben dürfte

Die Archäologie ergründet mit immer moderneren Methoden die Relikte vergangener Zeiten. Viele Rätsel konnten bisher gelöst werden. Aber es bleiben immer wieder Fragen offen, auf die die Wissenschaft keine vernünftigen Antworten weiß. Viel wird vage als „religiöses Kultobjekt“ abgetan und verschwindet in den Archiven. Aber es gibt immer wieder Menschen, die den offenen Fragen nachgehen. Der Wiener Reinhard Habeck ist so ein wissbegieriger Mensch, der versucht, „ums Eck“ zu denken und der sich nicht mit scheinbaren Antworten zufrieden gibt. Daher bereist er die Welt und findet immer wieder hochinteressante und ungelöste Rätsel.
Da sind etwa die Pyramiden, die es nicht nur in Ägypten gibt und deren Sinn noch immer spektakuläre Deutungen  hervorrufen. Da sind die Steinkugeln von verschiedenen Größen (ebenfalls auf allen Kontinenten zu finden), fallweise mit geritzten Sternbildern und unbekannten Zeichen. Wie konnten die Menschen vor tausenden von Jahren sie erschaffen? Wer fertigte zum Beispiel die komplizierte, „nutzlos“ erscheinende Tonschale, eine ägyptische Grabbeigabe, an? Nach Expertenmeinung eher das Modell eines Schwungrades! Die antiken Technologien lassen den heutigen Menschen nur staunen. Reinhard Habeck geht daher auch den verschiedenen Mythen nach, die sich über Generationen erhalten haben und findet auch hier interessante Hinweise und wunderbare Erklärungen.
Manchmal muss man aber gar nicht ans Ende der Welt reisen. Auch in Österreich gibt es Rätselhaftes und Vergessenes zu entdecken. Man findet Wackelsteine, Teufelssitze, Schalensteine, Erdkeller – alles Spuren von vergangenen Völkern und Religionen. Was bedeuten die erstaunlichen Fuß- und Handabdrücke, sind sie natürlich oder übernatürlichen Ursprungs? Sie sind in Seefeld/Tirol genauso zu finden wie in Jerusalem, Istanbul (der Abdruck von Mohammed) oder in Kaschmir. Was steckt dahinter?
Der Autor kann natürlich auch keine dieser Fragen beantworten, aber er zeigt auf, wo die Wissenschaftler lieber schweigen. Er versucht mit Sachwissen und dem „gesunden Menschenverstand“ an die Rätsel heranzugehen und nicht (so wie Erich Däniken als bekannter Prä-Astronautikanhänger) wieder nur in eine Richtung zu denken. Ein spannendes, mitreißendes Buch, das zum Quer- und Nachdenken anregt.
Renate Oppolzer

Habeck, Reinhard - Ungelöste Rätsel
Wunderwerke, die es nicht geben dürfte. Wien: Pichler 2017. 206 S. : zahlr. Ill. - fest geb. : € 19,90 (GK)
ISBN 978-3-85431-709-8

 

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