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Bücherschau

Bjørnstad, Ketil - Emma oder Das Ende der Welt

Ein ungemein berührendes und tiefgreifendes Familiendrama

Dann stürzt das Flugzeug ab, knallt auf die Landebahn. Emmas Kopf schießt nach vorn und rammt die Rückenlehne des Sitzes vor ihr …
Aslak Timbereid, ein erfolgreicher Verlagsmitarbeiter, seine Frau Hanne, eine überaus sensible Autorin, die auf Erfolg aus ist. Deren Ehe scheitert bereits nach der Geburt ihrer Tochter Emma. Hanne sucht daraufhin Zuflucht im hohen Norden Norwegens. Dorthin ist auch gemäß der ge-troffenen Besuchsvereinbarung Vater Aslak eines Tages mit der neunjährigen Emma im Flugzeug unterwegs. Wegen besonders widriger Flugverhältnisse kommt es allerdings zu einer Bruchlandung, bei der Emma auf tragische Art und Weise den Tod findet. Hanne droht an diesem schweren Schicksalsschlag zu zerbrechen. In ihrer Hilfslosigkeit kehrt sie nach Oslo in die alte gemeinsame Wohnung zurück, um dort Trauerarbeit zu leisten und ihrem Leben Sinn zu geben. Aber in Aslaks Leben hat sich mittlerweile einiges verändert. Obwohl vom Verlust der Tochter und von den Eindrücken des Unglücks psychisch schwer gezeichnet, beginnt er Schritt um Schritt sein Leben wieder in die Hand zu bekommen und so gibt es neben der Erfüllung seiner Berufspflichten auch eine neue Frau an seiner Seite. Allerdings kommen Aslak und Hanne von Schuldzuweisungen und Rachegedanken nicht los. Diese richten sich seitens Aslak gegen Jade, eine aufsässige Schulkollegin Emmas und seitens Hanne gegen die Pilotin des damaligen Unglücksfluges. Hanne fasst sogar den Entschluss, diese zu ermorden.
Ketil Bjørnstad liefert uns mit diesem Buch ein ungemein berührendes und tiefgreifendes Familiendrama in allen schicksalshaften und menschlichen Facetten, denen man sich als Leserin/Leser nicht entziehen kann und letztlich auch nicht will.
Adalbert Melichar

Bjørnstad, Ketil - Emma oder Das Ende der Welt
Roman. Hamburg: Osburg 2017. 327 S. - fest geb.: € 20,60 (DR)
ISBN 978-3-95510-128-2
Aus dem Norw. von Gabriele Haefs und Kerstin Reimers

 

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