Bücherschau

Bauer, Hermann - Stiftertod

Ein Wiener Kaffeehauskrimi

Der zehnte Wiener Kaffeehauskrimi von Hermann Bauer mit seinem tatkräftigen Oberkellner Leopold, der das Herzstück des Cafes Heller ist, hat als Grundidee wieder eine literarische Komponente, wie schon in „Rilkerätsel“, „Schnitzlerlust“ oder „Lenauwahn“. Diesmal erzählt Hermann Bauer von Direktor Marksteiner vom Floridsdorfer Gymnasium, der an einer Stifter-Biografie arbeitet, sowie von der Studentin Martina Held, mit der er gemeinsam an der Universität Wien eine Vorlesung über Stifter besucht.
Als Direktor Marksteiner eines Tages bei Frl. Held Vorlesungsmitschriften holen will, findet er sie tot auf. Als er unüberlegter Weise die Tatwaffe, ein Rasiermesser, aufhebt, ertappen ihn Hausbewohner, die durch die offene Tür hereingekommen waren. Sie rufen die Polizei. Für Oberinspektor Richard Juricek scheint dieser Fall gelöst. Er nimmt Direktor Marksteiner fest. Bei einem Maturatreffen lädt Christian Stolz seine ehemaligen Klassenkameraden Oberkellner Leopold und Inspektor Juricek zu sich nach Hause in sein Landrefugium am Bisamberg ein. Doch als sie kommen, ist ihr Erscheinen gar nicht sehr erwünscht. Christian Stolz hat nämlich Erhebliches zu verbergen. Oberkellner Leopold, dessen kriminalistische Ader seine Beziehung zu Erika Haller stark belastet, ist mit der Verhaftung des Gymnasialdirektors überhaupt nicht einverstanden. So ermittelt der Floridsdorfer auf eigene Faust weiter.
Auch der zehnte Roman mit Oberkellner Leopold ist ein recht amüsanter und spannender Kaffeehauskrimi! Sicher wieder ein Herbst-Highlight!
Peter Lauda

Bauer, Hermann - Stiftertod
Ein Wiener Kaffeehauskrimi. Meßkirch: Gmeiner Verlag 2017. 312 S. - br. : € 13,40 (A)
ISBN 978-3-8392-2098-6

 

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